top of page

Der Notgroschen: Wie hoch sollte er sein?

Aktualisiert: 29. Dez. 2023

Ein Notgroschen ist wie dein persönliches Sicherheitsnetz für unerwartete finanzielle Herausforderungen. Egal, ob es um unvorhergesehene Autoreparaturen, medizinische Notfälle oder plötzliche Arbeitslosigkeit geht – ein gut gepolsterter Notgroschen kann den Unterschied zwischen finanzieller Stabilität und Turbulenzen ausmachen. Die große Frage ist jedoch: Wie hoch sollte dein Notgroschen eigentlich sein?

Der Notgroschen ist ein wichtiges Instrument bei deinem Vermögensaufbau


Die Grundlagen: Warum ein Notgroschen?

Bevor wir uns der Höhe deines Notgroschens zuwenden, lass uns kurz darauf eingehen, warum ein solcher überhaupt wichtig ist. Dein Notgroschen dient dazu, unerwartete Ausgaben zu decken, ohne dass du auf Kredite zurückgreifen musst. Es ist eine finanzielle Reserve, die dir Sicherheit in unsicheren Zeiten bietet. Die ideale Höhe deines Notgroschens hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter:

1. Deine Lebensumstände

Deine Lebensumstände spielen eine entscheidende Rolle. Wenn du eine Familie mit Kindern hast, benötigst du möglicherweise einen größeren Notgroschen als eine Einzelperson. Ebenso kann die Stabilität deiner beruflichen Situation die Größe deines Notgroschens beeinflussen.


2. Monatliche Ausgaben

Analysiere deine monatlichen Ausgaben gründlich. Mieten, Hypotheken, Lebensmittel, Versicherungen – all diese Faktoren sollten in deine Berechnung einfließen. Experten empfehlen oft, einen Notgroschen für mindestens drei bis sechs Monate dieser Ausgaben bereitzuhalten.

3. Berufliche Situation

Je unsicherer deine berufliche Situation ist, desto größer sollte dein Notgroschen sein. Freiberufler oder Personen in Branchen mit saisonalen Schwankungen benötigen in der Regel eine größere finanzielle Reserve, als Festangestellte mit unbefristeten Arbeitsverträgen.


Praktische Tipps zur Berechnung

Um die optimale Höhe deines Notgroschens zu ermitteln, könntest du folgende Schritte befolgen:

  1. Analysiere deine monatlichen Ausgaben: Liste alle regelmäßigen Ausgaben auf und summiere diese. Hier hilft es natürlich sehr, wenn du bereits regelmäßig ein Haushaltsbuch führst und deine Einnahmen & Ausgaben kennst. Wir nutzen zum Beispiel gerne diese Haushaltsbuch-App*, die analysiert Einnahmen und Ausgaben ganz automatisiert für dich.

  2. Berücksichtige Unsicherheiten: Bedenke unvorhergesehene Ausgaben wie Reparaturen oder berufliche Auszeiten.

  3. Multipliziere mit der Anzahl der Monate: Multipliziere deine durchschnittlichen monatlichen Ausgaben mit der Anzahl der Monate, die du abdecken möchtest (typischerweise drei bis sechs).

  4. Passe anhand deiner Umstände an: Berücksichtige persönliche Umstände wie berufliche Sicherheit, Familienverantwortungen und Gesundheitskosten.


Notgroschen aufbauen oder erstes Investment?

Wenn du noch ganz am Anfang deiner Investoren-Karriere stehst und gerade erst damit beginnst dich mit deinen Finanzen zu beschäftigen stellst du dir sicherlich die Frage, womit du beginnen sollst. Sollte man erst den Notgroschen komplett aufbauen oder doch parallel schon mit dem ersten Investment starten? Aus unserer Erfahrung heraus investiert es sich deutlich leichter an der Börse mit der Gewissheit, dass das Sicherheitspolster steht. Daher wäre unsere Empfehlung mindestens 3 Monatsgehälter als Notgroschen zu sparen, bevor du dein erstes Investment tätigst.

In 7 Schritten zu deinem ersten Investment

In unserem Workbook "In 7 Schritten zu deinem ersten Investment" begleiten wir dich übrigens Schritt für Schritt auf dem Weg hin zu deiner ersten Sparplanausführung!

So lernst du nach und nach auf fast 40 Seiten alles, was notwendig ist, um deinen Vermögensaufbau auf solide Beine zu stellen und nach einer klaren Strategie zu sparen, zu investieren und langfristig Vermögen sowie eine Altersabsicherung aufzubauen.




Wohin mit dem Notgroschen?

Du hast deinen Notgroschen in finaler Höhe angespart? Wunderbar! Egal ob du noch dabei bist oder deinen Notgroschen bereits angespart hast, solltest du ihn dringend von deinem Girokonto trennen und auf einem separaten Konto ablegen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  • Der Notgroschen ist für Notfälle! Wenn du ihn auf ein separates Konto packst, kannst du ihn nicht "mal eben aus versehen" mit ausgeben oder verkonsumieren.

  • Auch der Notgroschen kann für dich finanziell arbeiten! Seite Mitte 2023 gibt es endlich wieder Zinsen auf Gespartes. Daher macht es absolut Sinn den Notgroschen auf ein Tagesgeldkonto zu legen.

  • Der große Vorteil beim Tagesgeldkonto: Du bist JEDERZEIT in der Lage an dieses Geld heranzukommen. Denn so ist das ja mit Notfällen. Du weißt nie, wann einer Eintritt und wann du das Geld dringend brauchst.

Der Notgroschen sollte aber auf gar keinen Fall anderweitig investiert werden!

Wir nutzen für unsere Notgroschen aktuell das Verrechnungskonto von Trade Republic* als Tagesgeldkonto. Hier wird das Geld mit 4% p.a. verzinst und arbeitet so fleißig mit an unserem Vermögensaufbau (Stand Dezember 2023):


Fazit

Ein angemessener Notgroschen kann dir finanzielle Sicherheit bieten und dich vor unangenehmen Überraschungen bewahren. Die oben genannten Tipps können als Richtlinie dienen, aber es ist wichtig zu beachten, dass individuelle Umstände variieren. Es ist ratsam, regelmäßig deine finanzielle Situation zu überprüfen und den Notgroschen bei Bedarf anzupassen. Für uns bedeutet ein gut geplanter Notgroschen nicht nur gespartes Geld, sondern auch Frieden und Sicherheit im Alltag. Dieses Geld stärkt uns den Rücken und gibt uns das Selbstbewusstsein freie Entscheidungen zu treffen.


0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comments


bottom of page