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Raus aus den Schulden

Aktualisiert: 23. Okt. 2023

Nik teilt auf seinem Instagram Account @frombroke2life seinen persönlichen Weg aus den Schulden! Bereits in jungen Jahren ist er durch Konsumkäufe in die Schulden gerutscht. Seitdem hat er viel gelernt, an sich gearbeitet und legt einen absolut beeindruckenden Weg zu einem schuldenfreien und finanziell stabilen Leben hin. Wir sind Fans und freuen uns riesig über seinen Gastbeitrag hier bei uns auf dem Blog!


So baue ich meine Schulden ab

Auf Instagram finden sich viele Finfluencern, die ihrer Community zeigen, wie man spart oder investiert. Heute aber möchte ich euch zeigen, welche Schritte ich bereits unternommen habe, um meine Schulden abzubauen und was ich noch weiter plane, bis ich schuldenfrei bin.


Entstehung meiner Schulden


Wie sind meine Schulden überhaupt entstanden und wie hoch sind die eigentlich?

Long Story short: Von meiner Ausbildung an habe ich meine Ausgaben an mein steigendes Einkommen parallel angepasst. Größtenteils aus psychologischen Gründen. Hauptsächlich waren all meine Ausgaben, die mich in diese Situation gebracht haben, für Konsum oder Luxus. Begonnen haben diese ganz klassisch durch den Wunsch nach Anerkennung. Es mussten immer neue Elektronikgeräte sein, um Kumpels zum Zocken einladen zu können. Ebenso war ich super gerne feiern und brauchte dafür natürlich auch die beste Kleidung. Mit 18 wurde dann das erste Auto direkt per Finanzierung inkl. Anzahlung geholt, da dafür nicht genügend Geld vorhanden war. Nach 2 Jahren habe ich dann direkt ein Upgrade gemacht und mir einen coolen Audi geholt. Einerseits liebe ich Autos aber in diesem Falle ging es mir auch wieder um Anerkennung und Standing. Das erste Auto habe ich mit Verlust verkauft und das neue wurde auch wieder per Finanzierung aber ohne Anzahlung geholt.


Kurz danach wurde mir aber direkt klar, dass ich die Schulden durch das erste Auto schnellstmöglich abbezahlen möchte und suchte mir einen Nebenjob. Ich landete ich beim Network-Marketing im Finanzvertrieb. Wichtig ist mir zu sagen, dass ich da niemanden betrogen oder belogen habe, um irgendwie an Geld zu kommen. Ich nutze noch heute nahezu alle Produkte, die ich damals selbst abgeschlossen habe. Ebenso habe ich nicht typischerweise mein Umfeld abgegrast, sondern suchte mir alternative Möglichkeiten oder akquirierte Kunden in der nahegelegenen Großstadt. Es lief sofort richtig gut und innerhalb des Unternehmens wurden auch ranghöhere auf mich aufmerksam, da ich recht schnell einen ordentlichen Umsatz machte. Ich wurde mehr und mehr auf Veranstaltungen eingeladen, die einerseits cool waren, andererseits auch super oberflächlich. Im Network-Marketing hat man über kurz oder lang Berührungspunkte mit einzelnen, vermeintlichen Machern oder Blendern und man möchte natürlich genauso sein. Somit habe ich einen Großteil meiner Einnahmen aus dem Nebenjob für teure Kleidung und iPad, MacBook und Co. ausgegeben. Ich fühlte mich in dieser Bubble grundsätzlich super wohl und stand auch sehr hinter meiner Arbeit. Mir war es wichtig, Menschen auf gewisse Lücken in ihrer Absicherung hinzuweisen und wenn dadurch dann auch noch Geld für mich herausgesprungen ist, war das super! Viele aus meinem familiären Umfeld und dem Freundeskreis sahen meine Nebentätigkeiten kritisch. Ich bekam mehr und mehr Gegenwind, teilweise sogar schlimme Anrufe und fühlte mich sehr mies.


Außerdem kamen noch familiäre Probleme hinzu, weshalb der einzige Weg der Auszug aus meinem Elternhaus war. Ich hatte für dieses Vorhaben aber keine Rücklagen, sodass ich zur Bank ging und einen Kredit aufnehmen musste. Insgesamt habe ich 6.000€ aufgenommen, um Möbel kaufen und die Kaution zahlen zu können. Ich saß nun in einer für mich alleine zu großen Wohnung, auf die ich auch eigentlich keine Lust hatte. Der Gegenwind nahm wegen meines Nebenjobs stark zu, sodass ich mich wirklich alleine fühlte. Ich habe mit niemandem über meine Gefühle geredet, weil ich zu dieser Zeit keiner Person vertraut habe. Kurz nach dem Einzug in meine Wohnung starben auch noch mein Opa und meine Oma innerhalb weniger Monate nacheinander, sodass es mir noch schlechter ging.


Um mich wieder gut zu fühlen, kaufte ich mir noch mehr Dinge und ging zu Audi um mir einen noch dickeren Audi zu leasen. Ich nutzte nun die Erlöse aus meinem Nebenjob einzig für dieses Auto! Finanziell ging es mir dadurch noch schlechter, sodass ich mir irgendwann nicht mal mehr mein Essen kaufen konnte. Der Gegenwind meines Umfelds sorgte dafür, dass ich den Nebenjob aufgab und mir eine Alternative suchte. Denn mir war schon immer klar, dass ich mehr möchte als ein 9-to-5-Job. Ich kam zu Amazon FBA und suchte mir direkt einen Coach, als Abkürzung, für monatlich 600€. Da ich kein Kapital für ein Produkt zum Verkauf auf Amazon hatte, nahm ich mir einen Schufafreien Kredit mit über 11% Zinsen auf. Um diese Story kurz zusammenzufassen: Das Produkt floppte und lässt sich bis heute nicht verkaufen. Der Coach löste nach einem offenen Gespräch den Vertrag ohne weitere Forderungen auf. Dafür war ich sehr dankbar!


Am Ende bleibt zu sagen, dass ich einzig und allein die Verantwortung für meine Schulden übernehme. Man sieht an meiner Lebensgeschichte, dass es oftmals sehr schnell gehen kann. Viele tappen aus unterschiedlichsten Gründen in die Falle des Konsums und Finanzierungen.

Mit über 30.000€ Schulden habe ich letztes Jahr die Reißleine gezogen und kümmere mich aktiv darum. Durch meinen Blog auf Instagram ist mir dabei wichtig, anderen zu zeigen, dass es immer einen Ausweg gibt!

Mein Weg aus den Schulden: Ein Schuldenplan


Um meine Schulden zu bekämpfen, habe ich mir als erstes eine Übersicht meiner Finanzen gemacht. Da ich ganz ordentlich mit Excel umgehen kann, habe ich mir diese Übersicht in Excel erstellt.

Um meine Schulden zu notieren, habe ich mir folgende Fragen gestellt:

  • Wem schulde ich wie viel?

  • Wie viele Zinsen fallen hierfür an?

  • Kann ich bestimmte Schulden frühzeitig zurückzahlen?

  • Wie viele Zinsen kann ich bei frühzeitiger Rückzahlung sparen?


Da ich nun meinen Schuldenstand kannte, habe ich mir meine restliche finanzielle Situation notiert:

  • Wie hoch ist mein Einkommen?

  • Wohin fließt mein ganzes Geld?

  • Wie hoch sind meine Fixkosten?

  • Habe ich vielleicht doch noch irgendwo Rücklagen?


Bei dieser Aufstellung war ich besonders sorgfältig, da ich in der Vergangenheit oftmals Kosten vergessen habe, was mir anschließend immer wieder zum Verhängnis wurde. Um meine variablen Kosten herauszufinden, habe ich mir noch ein Haushaltsbuch erstellt. Solltest du auch in den Schulden stecken: Bei diesem Punkt macht es auch Sinn, eine gemeinnützige Schuldnerberatung aufzusuchen. Diese hilft dir genau bei diesem Thema und sucht außerdem die Kommunikation zu den Gläubigern. Mit der Aufstellung meiner Schulden und meinen Kosten habe ich mir nun Gedanken gemacht, nach welcher Philosophie ich meine Schulden zurückzahlen möchte. Hierzu legte ich fest, wie viel ich monatlich maximal zurückzahlen kann und möchte. Man sollte sich dabei noch einen Puffer blocken, um noch etwas Spielraum zu besitzen. Anschließend habe ich meine Schulden nach möglichen Konsequenzen priorisiert.


Du solltest immer als erstes die Schulden zurückzahlen, die größere Probleme nach sich ziehen können, wie Strom- und Mietschulden!

Ich hatte glücklicherweise keine Miet- oder Stromschulden und konnte mich an die ersten „Gläubiger“ machen. Besonders wichtig war mir, dass meine Eltern als erstes ihr Geld zurückbekommen. Danach habe ich die offenen Kredite nach Höhe der Summe aufsteigend sortiert, sodass ich auch aktiv Ergebnisse sehen kann, was mich motivieren könnte. Hierfür gibt es auch noch einige andere Philosophien des Schuldenrückzahlens. Beispielsweise kannst du auch die Kredite mit den höchsten Kosten, also Zinsen, als erstes zurückzahlen.


Dieses oben beschriebene Vorgehen nennt sich „Erstellung eines Schuldenplans“. Damit bin ich nun aktiv auf meine Gläubiger zugegangen und habe ihnen erklärt, wie genau ich meine Schulden zurückzahlen möchte, da eine Insolvenz für mich niemals in Frage kam!

Natürlich wäre es „einfach“ gewesen, diesen Weg zu gehen. Aber ich habe mir die Situation selbst eingebrockt, also löffle ich die Suppe auch selbst aus.


Ich habe meinen Gläubigern nun klar dargestellt, was sie von mir erwarten können und mit Nachdruck vermittelt, wie sehr ich meine Schulden selbstständig zurückzahlen möchte. Dabei bekam ich von allen das Feedback, dass meine offene und ehrliche Kommunikation sehr geholfen hat. Ein Gläubiger schlug mir sogar eine Ratenpause vor, was mir sehr geholfen hat.


Wie so oft im Leben ist es wichtig, offen und ehrlich die Kommunikation zu suchen. Natürlich war das anfangs super unangenehm. Aber nach jedem Gespräch fühlte ich mich richtig gut und ich merkte: ICH KANN ES SCHAFFEN.

Notgroschen aufbauen

Beim Rückzahlen der Schulden solltest du unbedingt berücksichtigen, dass du auch einen Notgroschen aufbaust. Ich habe das zu Beginn nicht gemacht und hatte das Problem, dass meine Waschmaschine kaputt gegangen ist und ich mir eine neue kaufen musste. Somit bin ich wieder in den DISPO gerutscht. Ich baue nun einen Notgroschen auf, der etwas mehr als 3 Netto-Monatsgehälter entspricht. Noch besser sind natürlich 6 oder mehr.


Da der Schuldenplan nun akzeptiert wurde, habe ich Daueraufträge entsprechend der Vereinbarungen eingerichtet und sofort mit der Zahlung begonnen. Somit konnten die Gläubiger direkt sehen, dass ich es wirklich ernst meine. Dank der Aufstellung meiner Fixkosten konnte ich nun auch sehen, was bei mir monatlich anfällt. Dabei habe ich mir überlegt, was davon ist überflüssig, gar Luxus? Kurzfristig kündbare Fixkosten, die überflüssig waren, habe ich sofort eliminiert. Außerdem habe ich in meinem Umfeld gefragt, ob man sich nicht auch gewisse Streaming-Dienste teilen möchte. Dadurch konnte ich auch noch ein wenig sparen. Wichtiger sind aber die variablen Kosten. Durch mein Haushaltsbuch konnte ich nun genau sehen, wohin mein Geld fließt. Mir fiel dabei auf, dass alleine der regelmäßige Gang zum Bäcker 50-60€ monatlich ausmachen.

Das berühmte Essengehen wurde direkt reduziert. Ebenso habe ich mir Budgets für die Kategorien Lebensmittel, Kleidung und Freizeit gesetzt und stellte insgesamt auf Barzahlung für variable Kosten um.


Natürlich hatte ich zwischendurch auch mal eine Phase, wo ich wieder viel konsumiert oder auch mehr Geld für bestimmte Dinge ausgegeben habe. Wichtig ist, dass man daraus wieder lernt und reflektiert, warum man diesen Rückfall hatte.

Den Alltag schuldenfrei meistern


Ich habe es geschafft, größtenteils Impulskäufen vorzubeugen. Spontankäufe sind teuer und nach kurzer Bedenkzeit merkt man, wie ärgerlich diese sind. Kein Wunder: schließlich ist genau dies das Ziel von Werbung, welche dich mit Sonderangeboten dazu bewegen will, spontan etwas zu kaufen. Dagegen können dir zwei Grundregeln helfen, mit denen du dein tägliches Kaufverhalten auf den Prüfstand stellen kannst.

Ein neues Smartphone oder ein neuer Fernseher ist gerade im „Sonderangebot“. Schnell zuschlagen? Wer kennt es nicht. Wir lassen uns durch diese Sonderangebote locken, auch größere Anschaffungen aus dem Bauch heraus zu kaufen. Ab einem Warenwert von mindestens 50€ habe ich daher festgelegt, dass ich die 14-Tage-Regel anwende. Um den ersten Impuls zu umgehen, schreibe ich den Wunschartikel auf meine Wunschliste mit dem Datum, wann ich den Artikel als erstes haben wollte. Nach 2 Wochen stelle ich mir die Frage, ob mir der Artikel wirklich so wichtig ist, dass ich ihn nun bestellen muss. Bei 80-90% meiner Impulse merkte ich nach 2 Wochen, dass die Wunschartikel überflüssig gewesen wäre und lösche diese aus der Liste.


Für kleinere Anschaffungen, wie Kleidungsstücke oder besondere Lebensmittel, nutze ich die 5-Minuten-Regel. Wenn ich im Supermarkt oder einem Einkaufsladen auf einen bestimmten Artikel aufmerksam geworden bin, der nicht auf der Einkaufsliste steht (ich gehe nur noch mit Liste einkaufen!), gehe ich nicht sofort zur Kasse. Ich trage den Artikel eine Weile in der Hand, während ich weiter einkaufen gehe und frage mich nach 5 Minuten: brauche ich ihn wirklich? Oft stelle ich dann fest, dass ich ihn entweder doch nicht benötige oder er mir nicht mal mehr gefällt. Das solltest du definitiv mal ausprobieren!


Die Idee hinter beiden Regeln ist die gleiche: durch die zusätzliche Bedenkzeit bringst du dich selbst davon ab, einen Impulskäufen zu tätigen, den du hinterher vielleicht bereust. Du kannst die Grenzen der jeweiligen Regeln natürlich selbst festlegen. Wichtig dabei: es geht nicht um wichtige Artikel, wie notwendige Lebensmittel oder Geschenke für Freunde oder Familie.

Ich kaufe nun deutlich bewusster ein und nehme zu 80% Angebote wahr. Manchmal koche ich meine Gerichte komplett nach Angebot, was einerseits anstrengend ist, man sich dadurch aber auch total gut mit Lebensmitteln und Rezepten auseinandersetzt.

Bei meinen Kosten habe ich mir ansonsten weitere Ziele gesetzt, die ich nach und nach abarbeite. Verträge, die eine längere Laufzeit haben, wie beispielsweise Mobilfunk und Festnetz, kann man natürlich erst später anpassen. Dafür habe ich mir aber einen Reminder im Kalender eingetragen.


Bei dem Optimieren der Kosten solltest du auch immer beachten, dass du dir auch noch viel Raum für Lebensqualität lässt. Natürlich ist es sehr wichtig, dass du deine Schulden abbezahlst. Aber du wirst es auch nicht lange durchhalten, komplett für das Abbezahlen von Schulden zu leben.


Es ist auch wichtig, sich mal etwas zu gönnen oder sich auch mal einen kleinen Urlaub zu leisten. Ich nutze solche Ausgaben immer als eine Belohnung, wenn ich einen gewissen Meilenstein erreicht habe.

Im Frühling fahre ich mit meiner Firma zusammen in den Urlaub. Die Fixkosten, wie Flug und Unterkunft werden übernommen. Den Rest zahle ich. Aber das kann man sich nach über 3 Jahren ohne Urlaub auch mal gönnen. Das Einkommen erhöhen


Nachdem ich meine Schulden zusammengefasst und meine Kosten optimiert habe, ging es um mein Einkommen. Meine Überlegung dabei ist: Kosten kann man nur bis zu einem bestimmten Punkt optimieren, ohne nicht komplett die Lebensqualität zu verlieren. Wenn man aber an der Einkommensschraube dreht, kann das ein richtiger Booster sein. Nicht nur für die Rückzahlung der Schulden, sondern später auch für das Investieren.


Deshalb habe ich mich dafür als erstes entschieden, meine Besitztümer zu hinterfragen und Überflüssiges loszuwerden. Hier konnte ich viele Dinge bei eBay oder eBay Kleinanzeigen verkaufen, was wiederum Geld einbrachte.

Dabei kam ich auf das Thema Reselling, was mich sofort interessierte. Einfach gesagt, kauft man neue oder gebrauchte Ware und verkauft sie teurer auf beispielsweise eBay. Die Welt des Resellings ist super groß: von Konsolen & Videospielen über Kleidung bis hin zu Lego. Nur hatte ich hier das Problem, dass ich kaum Budget hatte.

Ich suchte somit erstmal nach einem Nebenjob, wo ich für meine aufgebrachte Stunden entlohnt werde und fand einen Job als Barkeeper. 1. Macht mir das total Spaß, weil man meist mit super gelaunten Menschen zu tun hat, 2. Verbessert man dadurch die Kommunikationsfähigkeit und 3. Ist das mein Ausgleich zu meinem Hauptjob. Man sollte sich nie zu schade sein, einen Nebenjob wahrzunehmen, wenn man in dieser Situation ist. Wie ich schon sagte, ist das Erhöhen des Einkommens ein absoluter Booster, weil man dadurch 400-500€ monatlich mehr zurückzahlen kann, als ohne Nebenjob.

Außerdem bin ich aktuell noch in der Recherche für ein Side-Hustle, welches ich noch ausüben kann. Ziel dabei ist es, dass ich nicht direkt Zeit gegen Geld tausche.


Umschuldungskredit


Solltest du eine ordentliche Bonität vorweisen, kannst du auch mal eine Anfrage bei Banken stellen, ob du einen sogenannten Umschuldungskredit abschließen kannst. Hierbei kannst du alle offenen Schulden in ein Paket stecken und dies nur bei einer Bank abbezahlen. Das macht dann Sinn, wenn du dadurch Zinsen sparst oder schneller die Schulden zurückzahlen kannst.

Wie bin ich dabei vorgegangen?

  1. Ich habe in Erfahrung gebracht, wie viel ich bei den Gläubigern exakt überweisen muss, wenn ich den Kredit zu einem bestimmten Stichtag ablösen möchte

  2. Anschließend habe ich alle Kredite zusammengefasst und die jeweiligen Zinsen notiert.

  3. Dieses Ergebnis haben ich nun gegen den Umschuldungskredit gerechnet. Wichtig dabei ist, dass man die Vorfälligkeitsentschädigung bei aktiven Krediten berücksichtigt.


Durch diese Umschuldung konnte ich nun 50€ pro Monat und dadurch insgesamt 1.400€ sparen!


Als ich auch meine Kredite optimiert habe, ging es nun noch um einen großen Posten, meine Wohnung. Ich konnte durch einen Kontakt eine größere Wohnung für knapp 200€ weniger Warmmiete finden. Diese 200€ nutze ich seitdem für den Aufbau in meinen Notgroschen. Wie oben beschrieben, habe ich den Fehler gemacht, nicht schon sofort mit dem Aufbau des Notgroschens zu beginnen. Das solltest du definitiv vermeiden!


 

Abschließend habe ich nun nochmal eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte auf meinem Weg zur Schuldenfreiheit:

  1. Werde dir bewusst, dass es so nicht weitergehen kann und du etwas ändern musst!

  2. Erstelle einen Schuldenplan und eine Übersicht deiner fixen und variablen Kosten oder kontaktiere eine gemeinnützige Schuldnerberatung.

  3. Suche die Kommunikation zu deinen Gläubigern und mache ihnen klar, dass du dir der Lage bewusst bist und was du nun planst, um alle Schulden zurückzuzahlen.

  4. Checke deine Übersicht der Fixkosten und optimiere diese. Welche sind überflüssig und welche sind absolut notwendig?

  5. Führe ein Haushaltsbuch, um eine Übersicht deiner variablen Kosten zu erhalten und optimiere auch diese.

  6. Baue parallel einen Notgroschen von mindestens 3 Netto-Monatsgehältern auf

  7. Booster: Erhöhe dein Einkommen und nutze 80% davon für die Rückzahlung der Schulden.


Auf dem Weg in ein schuldenfreies Leben


Zu guter Letzt möchte ich noch sagen, dass es überhaupt nicht schlimm ist, Schulden zu besitzen. Lange habe ich mich dafür geschämt, was bei fast jeder Person so sein dürfte. Eines sollte dir aber klar sein: hast du es aus dieser vermeintlich ausweglosen Situation geschafft, wird es dir nicht nur besser gehen. Nein, du wirst dich großartig fühlen! Glaube mir. Ich beklage mich nicht mehr über diese vermeintliche Sackgasse. Ich nehme die Herausforderung nun seit über einem Jahr an und mittlerweile kann ich sogar sehr gut darüber reden. Wenn auch du in dieser Situation steckst und mal mit jemandem darüber reden möchtest, melde dich bitte gerne bei mir. Ich nehme mir für jede Person Zeit und höre mir ihre Story an. Dadurch konnte ich schon vielen Menschen helfen, selbst ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und das Thema „Schulden“ endlich aktiv angehen.

Es wird die Zeit danach kommen und dann können wir das ganze Geld, welches wir aktuell noch in die Tilgung stecken, investieren und uns auch mal einen ausgiebigeren Urlaub gönnen. Ich kann es kaum erwarten.


 

Ich würde mich sehr über eine Nachricht bei Instagram @frombroke2life von dir freuen, wenn dir der Artikel geholfen hat. Ebenso kannst du dich auch melden, wenn du etwas anders siehst.


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