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Nachhaltig investieren mit ETFs - so geht's wirklich 🌱


Eine Frage hat uns in den letzten Monaten besonders häufig auf Instagram erreicht (vermutlich auch auf Grund der aktuellen Öl - Situation): „Was haltet ihr eigentlich von nachhaltigen ETFs? Lohnt sich das überhaupt, oder ist das alles nur Greenwashing?" Ehrliche Antwort: Wir haben uns intensiv damit auseinandergesetzt – und waren am Ende selbst überrascht, was wir herausgefunden haben. Weil die Frage so oft kommt und weil das Thema wirklich komplex (und wichtig) ist, haben wir beschlossen, alles in diesem Artikel aufzuschreiben. Transparent, zahlenbasiert und ohne Schönrednerei.


Nachhaltige Investments

Vorab: Wir haben beides im Depot. Klassische ETFs und nachhaltige ETFs. Nicht weil wir uns nicht entscheiden konnten, sondern weil wir tatsächlich zu unterschiedlichen Erkenntnissen gekommen sind – und die wollen wir mit dir teilen.


Was bedeutet eigentlich „nachhaltig investieren"?

Zentrale Begriffe, die du kennen solltest: Bevor wir in die Zahlen gehen, klären wir kurz das Begriffschaos. Denn auf dem Markt tummeln sich Abkürzungen wie ESG, SRI, CTB oder Paris Aligned – und dahinter stecken teils sehr unterschiedliche Ansätze:


  • ESG steht für Environmental, Social, Governance – also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. ESG ist kein binäres Kriterium nach dem Motto „nachhaltig oder nicht", sondern ein Bewertungssystem: Unternehmen werden anhand vieler Einzelkriterien benotet und bewertet. Wichtig zu wissen: Ein ETF mit ESG-Label schließt nicht automatisch fossile Brennstoffe aus. Manche ESG-Indizes enthalten Unternehmen wie ExxonMobil oder Saudi Aramco – wenn diese in anderen Kategorien gut bewertet werden. Das überrascht viele Anleger, uns inklusive.

  • SRI steht für Socially Responsible Investing – sozial verantwortliches Investieren. SRI-ETFs arbeiten mit deutlich strengeren Ausschlusskriterien als klassische ESG-ETFs. Heraus fallen Branchen wie Alkohol, Tabak, Glücksspiel, Waffen, Atomkraft, Pornografie, Gentechnik und Kraftwerkskohle. Zusätzlich wird ein sogenannter Best-in-Class-Ansatz angewendet: Aus jeder verbleibenden Branche kommen nur die nachhaltigsten 25 % der Unternehmen in den Index. Das Ergebnis ist ein deutlich schmaleres Anlageuniversum – beim MSCI World SRI sind es rund 380 Unternehmen statt der üblichen 1.500 im klassischen MSCI World.

  • Paris Aligned / CTB (Climate Transition Benchmark) sind noch spezialisiertere Varianten mit besonderem Fokus auf CO₂-Reduktion und Klimaziele – für alle, denen der Klimaschutz beim Investieren ganz oben steht.

💡Wir merken uns also: Je strenger der Nachhaltigkeitsfilter, desto weniger Unternehmen landen im ETF – und desto weiter weicht er vom klassischen Index ab. Das ist keine Schwäche, aber es bedeutet, dass du Diversifikation und Nachhaltigkeitsanspruch immer zusammen denken musst.

Die Nachhaltigkeitsskala: Von hellgrün bis dunkelgrün

Stell dir eine Skala vor. Ganz links steht der klassische MSCI World – keine Nachhaltigkeitsfilter, alle Branchen, rund 1.500 Unternehmen. Ganz rechts steht ein reiner Impact-Fonds, der ausschließlich in Unternehmen investiert, die messbar Positives bewirken – sehr illiquide, oft für institutionelle Anleger. Dazwischen liegen die ETFs, die für uns als Privatanleger interessant sind:

Nachhaltigkeitskriterien für ETFs

Je strenger der Filter, desto konsequenter – aber auch desto konzentrierter. Ein SRI-ETF enthält gerade noch ein Viertel der Unternehmen des klassischen MSCI World. Das bedeutet: Einzelne Sektoren oder Regionen können stärker gewichtet sein, was Vor- und Nachteile hat:

Typ

Unternehmen (ca.)

Strenge

Beispielindex

ESG Screened

~1.200–1.350

Hellgrün

MSCI World ESG Screened

ESG Enhanced / Leaders

~650–700

Mittelgrün

MSCI World Selection (ESG Leaders)

SRI

~380–400

Dunkelgrün

MSCI World SRI

SRI Low Carbon

~300–350

Sehr dunkelgrün

MSCI World Low Carbon SRI Leaders




Konkrete ETFs, die wir uns angeschaut haben

Kommen wir zu den Produkten, die tatsächlich für Privatanleger in Deutschland relevant sind. Als Grundlage gilt: Fondsvolumen mindestens 100 Millionen Euro – kleinere Fonds riskieren eine Schließung oder Zusammenlegung, das wäre unnötige Unsicherheit im Depot.


iShares MSCI World SRI UCITS ETF (Acc)

  • ISIN: IE00BYX2JD69

  • TER: 0,20 % p.a.

  • Fondsvolumen: ca. 7,8 Mrd. Euro (Stand: Ende 2025) – damit der mit Abstand größte nachhaltige ETF in Deutschland

  • Index: MSCI World SRI – strenge Ausschlusskriterien, ca. 380 Unternehmen

  • Für wen: Wer konsequent nachhaltig anlegen will und mit dem schmaleren Universum umgehen kann


Xtrackers MSCI World ESG UCITS ETF 1C

  • ISIN: IE00BZ02LR44

  • TER: 0,20 % p.a.

  • Index: MSCI World ESG – Best-in-Class-Ansatz, ca. 650 Unternehmen, breiter diversifiziert

  • Für wen: Wer nachhaltig anlegen möchte, aber näher am Gesamtmarkt bleiben will


iShares MSCI World ESG Enhanced CTB UCITS ETF (Acc)

  • ISIN: IE00BHZPJ569

  • TER: 0,20 % p.a.

  • Index: MSCI World ESG Enhanced CTB – Climate Transition Benchmark, Fokus auf CO₂-Reduktion

  • Für wen: Wer Klimaschutz als zentrales Kriterium hat


Was auffällt: Alle drei ETFs haben eine TER von 0,20 % p.a. – damit sind sie preislich auf Augenhöhe mit dem klassischen iShares MSCI World (ebenfalls ~0,20 %). Das Vorurteil „Nachhaltig ist teuer" stimmt bei diesen etablierten Produkten schlicht nicht mehr.


Mache ich mit nachhaltigen ETFs weniger Rendite?

Das ist die Frage, die uns am meisten interessiert hat. Und die ehrliche Antwort lautet: Nicht systematisch – aber es gibt Ausreißerjahre.

Langfristig hat der MSCI World SRI zwischen 2015 und 2024 eine sehr ähnliche Performance wie der klassische MSCI World gezeigt – in einigen Jahren sogar leicht besser. Das liegt daran, dass ESG-Kriterien viele strukturelle Risiken herausfiltern: Unternehmen mit schlechter Unternehmensführung scheitern statistisch häufiger, Unternehmen aus der Fossil-Fuel-Branche stehen vor erheblichen regulatorischen Risiken. Kurzfristig gab es aber Phasen, in denen nachhaltige ETFs zurücklagen: 2021/2022 etwa performte der Energiesektor durch hohe Ölpreise extrem stark – ESG-Portfolios ohne Öl-Exposure blieben in diesen Monaten hinter dem Markt. Das ist keine Katastrophe, aber es ist etwas, das du mental einpreisen solltest.


Unser Fazit zur Rendite: Wer langfristig investiert (10+ Jahre), braucht keine signifikante Renditedifferenz zu fürchten. Wer kurzfristig denkt oder in bestimmten Phasen maximal nah am Marktindex bleiben will, sollte das berücksichtigen.


Das Thema, über das kaum jemand offen spricht: Greenwashing 🫣

Jetzt wird es unbequem, denn der Begriff „nachhaltig" ist im ETF-Markt leider kein geschützter Begriff. Jahrelang konnte jeder Anbieter Produkte mit „ESG", „Sustainable" oder „Green" im Namen ausstatten, ohne einheitliche Mindeststandards erfüllen zu müssen. Das hat zu einem massiven Greenwashing-Problem geführt: Produkte, die nach außen grün wirken, halten beim genauen Hinschauen nicht, was sie versprechen.

Ein bekanntes Beispiel aus der deutschen Finanzbranche: Die DWS (Tochter der Deutschen Bank) hatte intensiv mit ESG-Produkten geworben und Aussagen wie „ESG ist fester Bestandteil unserer DNA" gemacht – die laut Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft nicht der Realität entsprachen. Die US-Börsenaufsicht SEC verurteilte die DWS zu einer Zahlung von 25 Millionen Dollar für falsche Angaben zu ESG-Investments. Das ist leider kein Einzelfall: Seit 2018 hat sich die Zahl der als „grün" deklarierten ETFs weltweit auf fast 1.300 mehr als verdoppelt – und wo viel Geld fließt, sind Marketing-Strategien nicht weit.

Was sich seit Mai 2025 geändert hat: Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA hat neue Richtlinien eingeführt. Fonds, die Begriffe wie „ESG", „Sustainable" oder „Nachhaltig" im Namen tragen, müssen seitdem Mindestschwellen für nachhaltige Investitionen nachweisen und klare Ausschlusskriterien für fossile Energieträger anwenden. Ein Schritt in die richtige Richtung – aber es gibt weiterhin Schlupflöcher, und die strengen Regeln gelten vor allem für sehr eindeutige Begriffe.

Warnsignale, auf die wir selbst achten

Wenn du einen nachhaltigen ETF prüfst, schau auf diese Punkte:

  • Kaum Ausschlüsse:  Wenn ein „nachhaltiger" ETF Unternehmen wie Shell, BP oder Philip Morris enthält, stimmt etwas nicht.

  • Sehr hohe Ähnlichkeit zum Mutterindex:  Manche ESG-ETFs weichen kaum vom klassischen Index ab – das deutet auf sehr weiche Kriterien hin. Wenn 95 % der Positionen identisch sind, ist das kein nachhaltiger ETF, sondern ein klassischer ETF mit grünem Label.

  • Unklare Methodik:  Wenn der Anbieter nicht transparent erklärt, welche Kriterien angewendet werden, ist Vorsicht geboten. Seriöse Anbieter wie iShares oder Xtrackers veröffentlichen ihre Indexmethodiken öffentlich.


  • SFDR-Klassifizierung prüfen:  Seit 2021 müssen Fonds in der EU nach der Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) klassifiziert werden. Artikel-8-Fonds (hellgrün) fördern Umwelt- oder Sozialmerkmale. Artikel-9-Fonds (dunkelgrün) haben ein explizites Nachhaltigkeitsziel. Ein echter nachhaltiger ETF sollte mindestens Artikel 8 sein – Artikel 9 ist die strengere Kategorie.


Wir prüfen unsere ETFs auf justetf.com oder nutzen die ETF-Suche von Finanzfluss.


Wenn ein Ölkonzern im nachhaltigen ETF landet

Hier ist ein Gedankenspiel, das uns wirklich zu denken gegeben hat. Denn auf den ersten Blick klingt der Best-in-Class-Ansatz klingt gut: Aus jeder Branche kommen die nachhaltigsten Unternehmen in den Index. Praktisch bedeutet das aber: Wenn Öl-Unternehmen im Index verbleiben können, landet dort der „nachhaltigste" Ölkonzern – also derjenige, der im Vergleich zu anderen Ölkonzernen am umweltfreundlichsten ist. Dieser Konzern produziert aber immer noch Öl.

Souverän investieren mit nachhaltigen Investments

Auch Finanzexperte und ETF-Papst Gerd Kommer betont in seinem Standardwerk "Souverän investieren für Einsteiger", dass ESG-Kriterien keine universelle Definition haben – was als nachhaltig gilt, hängt immer von den Wertvorstellungen der jeweiligen Ratingagentur ab. Mit anderen Worten: Was als nachhaltig gilt, hängt immer auch davon ab, welche Wertvorstellungen die Rating-Agentur zugrunde legt.

Das bedeutet nicht, dass nachhaltige ETFs wertlos sind. Aber es bedeutet, dass du dir selbst klar werden musst: Was ist dir wichtig? Völliger Ausschluss bestimmter Branchen (→ dann SRI)? Oder breite Diversifikation mit etwas mehr Nachhaltigkeitssensibilität (→ dann ESG)? 🌱


Habe ich als Privatanleger überhaupt einen echten Impact? Eine unbequeme Frage

Wir haben auf Instagram einen Kommentar von einem Finanzblogger Kollegen gelesen, der uns so gut gefallen hat, dass wir ihn hier direkt zitieren wollen – er trifft einen wunden Punkt, über den kaum jemand spricht:

Das Problem ist, dass die Sache rund um nachhaltige Investments sehr kompliziert ist. Die Ratings unterscheiden sich je nach Ratingagentur – alle haben verschiedene Methoden und kaum Korrelation. Es gibt keinen wissenschaftlichen Konsens über Renditeauswirkung bei gleichzeitig etwaig höherem Risiko. Über den Impact eines Investments lässt sich rein logisch für beide Seiten argumentieren: Ich verkaufe an der Börse i.d.R. von einem anderen Aktionär – was ist mein Impact mit dem Investment, wenn Unternehmen keine Kapitalerhöhung machen? Andere Seite: Investiere ich in ein unethisches Unternehmen, habe ich theoretisch als Anteilseigner die Möglichkeit, etwas in der Firma zu ändern." 

@bjoern_beier auf Instagram

Denn wenn du an der Börse einen Anteil kaufst, kaufst du ihn in den allermeisten Fällen nicht direkt vom Unternehmen – sondern von einem anderen Anleger, der verkauft. Das Unternehmen selbst bekommt von dieser Transaktion keinen Cent. Kapital fließt ans Unternehmen nur dann direkt, wenn es eine Kapitalerhöhung (also neue Aktien) ausgibt – was bei großen, etablierten Unternehmen im MSCI World selten passiert.


Das heißt: Dein „Boykott" eines Unternehmens durch den Kauf eines SRI-ETFs hat kurzfristig keinen direkten Kapitalentzug zur Folge. Was langfristig trotzdem passiert: Wenn immer mehr Kapital aus bestimmten Unternehmen abgezogen wird, sinkt deren Aktienkurs – was ihre Kapitalkosten erhöht und zukünftige Finanzierungen teurer macht. Das ist ein indirekter, aber realer Effekt, der Zeit braucht. Gleichzeitig stimmt Björns Gegenargument: Als Aktionär eines Unternehmens bist du formal Anteilseigner – und hast auf der Hauptversammlung eine Stimme. Aktive Anteilseigner (vor allem große institutionelle Fonds) können Druck auf Unternehmensführungen ausüben. Das ist tatsächlich ein Argument, das für breite ESG-ETFs spricht, die auch in „unfertige" Unternehmen investieren und sie zur Transformation begleiten – statt sie einfach auszuschließen.


Es gibt keine einfache Antwort darauf. Aber es ist eine Frage, die du dir stellen solltest, bevor du dich für eine Strategie entscheidest: Willst du konsequent ausschließen – oder aktiv mitgestalten?



Unser Depot: Warum wir beides haben

Wir haben beide Varianten im Depot: einen klassischen Welt-ETF (MSCI World) und einen nachhaltigen ETF (MSCI Europe SRI). Das ist keine Unentschlossenheit, sondern eine bewusste Entscheidung aus zwei Überlegungen heraus.


Erstens die Diversifikation: Der klassische MSCI World bildet rund 1.500 Unternehmen ab. Für uns ist der klassische ETF das breite Fundament – er sorgt dafür, dass wir in keiner Phase des Marktes systemisch ausgeschlossen sind. Wenn Energie-Aktien explodieren, partizipieren wir daran.

Zweitens die Überzeugung: Gleichzeitig wollen wir, dass ein Teil unseres Kapitals bewusst in Unternehmen fließt, die nach strengeren Kriterien ausgewählt werden. Das ist kein Widerspruch – das ist persönliche Haltung im Depot. Durch den Europa-Fokus setzen wir dem US-lastigen MSCI somit auch etwas in Punkto Diversifikation entgegen.

Wir würden niemandem pauschal raten, beides zu kaufen oder eines dem anderen vorzuziehen. Aber wir finden, dass man diese Entscheidung bewusst treffen sollte – mit echten Informationen statt grünem Marketing.



So findest du deinen passenden nachhaltigen ETF

Nachhaltiges Investieren lernen

Ganz ehrlich? Die folgende Mini-Anleitung ist eher etwas für Fortgeschrittene. Wenn du beim Thema Investieren noch ganz am Anfang stehst, dann lass dir mit unserem Workbook "In 7 Schritten zu deinem ersten Investments" helfen. Dort erarbeiten wir mit dir gemeinsam anhand von Leitfragen deinen persönlichen Status Quo und die Grundbegriffe rund um Depot, Broker, Börse und ETFs. Wenn du dich dann entscheidest, dass nachhaltige ETFs in dein Depot gehören, empfehlen wir diesen Denkrahmen:

  1. Schritt: Deine Priorität klären Was ist dir wichtiger – maximale Diversifikation oder maximale Stringenz bei Nachhaltigkeitskriterien? Das ist keine Frage mit einer richtigen Antwort, aber eine, die du für dich beantworten solltest.

  2. Schritt: SFDR-Klasse prüfen Schau bei jedem ETF, den du in Betracht ziehst, nach der SFDR-Klassifizierung. Artikel 8 ist das Mindestmaß für einen echten Nachhaltigkeits-ETF. Artikel 9 ist strenger.

  3. Schritt: Indexmethodik lesen Ja, das klingt trocken. Aber es reicht, 10 Minuten in das Factsheet des ETF zu investieren. Was wird ausgeschlossen? Wie viele Unternehmen sind im Index? Welche Branchen sind stark gewichtet? Das verrät dir mehr als jedes Marketing-Versprechen.

  4. Schritt: Fondsvolumen checken Mindestens 100 Millionen Euro sollte ein ETF mitbringen, damit er stabil bleibt und nicht geschlossen wird. Der iShares MSCI World SRI kommt auf rund 7,8 Milliarden Euro – da gibt es nichts zu befürchten.

  5. Schritt: TER vergleichen Nachhaltige ETFs der etablierten Anbieter liegen heute bei 0,15–0,30 % TER – damit preislich auf Augenhöhe mit klassischen Produkten. Finger weg von Themen-ETFs mit TER über 0,50 %, wenn dir Kosten wichtig sind.

  6. Schritt: Sparplan einrichten und vergessen 🚀 Sobald du deinen ETF gewählt hast: Sparplan einrichten, Betrag festlegen, Automatismus laufen lassen. Das ist der unterschätzte Schritt, der langfristig den Unterschied macht.


Kurz zusammengefasst: Die wichtigsten Erkenntnisse

ESG ≠ SRI ≠ nachhaltig Die Begriffe meinen unterschiedlich strenge Ansätze. SRI ist strenger als ESG, und nicht jeder ESG-ETF schließt fossile Brennstoffe aus.

Rendite leidet langfristig nicht signifikant  Kurzfristig kann es Ausreißerjahre geben (z. B. beim Energieboom 2021/22), langfristig zeigen nachhaltige ETFs ähnliche Performance wie klassische Produkte.

Greenwashing ist real  Viele ETFs mit grünem Label halten bei genauerem Hinschauen nicht, was sie versprechen. SFDR-Klassifizierung und Indexmethodik sind deine Werkzeuge zur Überprüfung.

Kosten sind kein Argument mehr  Etablierte ESG- und SRI-ETFs kosten heute genauso viel wie klassische ETFs (rund 0,20 % TER).

Beides ist möglich  Du musst dich nicht für klassisch oder nachhaltig entscheiden. Wir haben beides im Depot, und das ist eine bewusste Wahl.


Unsere Frage an dich

Hast du nachhaltige ETFs im Depot – oder hast du dich bewusst dagegen entschieden? Und was war der Grund? Schreib es uns gerne in die Kommentare oder auf Instagram – wir lesen wirklich alles und freuen uns über ehrliche Antworten.


👉 Wenn du gerade dabei bist, dein erstes Depot aufzubauen oder deine Investmentstrategie zu überdenken, schau dir auch unbedingt die Aufzeichnung von Lisa's letztem Vortrag in der FIRE Community an mit dem Titel 💻 "How to... Ein Portfolio aufbauen". Dort gehen wir der Frage nach, was dein persönliches Ziel ist und wie du, aufbauend auf deinem persönlichen Ziel dein Portfolio genau so gestaltest, wie es zu dir passt.



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